Eltern können helfen

Stehen Sie zu Ihrem Kind

Zeigen und sagen Sie Ihrem Kind immer wieder, dass Sie es lieben und lassen Sie sich von dieser Liebe leiten und nicht von der Angst um die Zukunft. Ihr Kind ist einzigartig und wunderbar, auch mit seinen Schwierigkeiten!

 

Machen Sie sich stark für Ihr Kind

Sprechen Sie mit den Lehrern, wie man Ihr Kind in der Schule und bei den Hausaufgaben unterstützen könnte. Machen Sie sich zum Experten für Ihr Kind. Probieren Sie bei den Hausaufgaben aus, was Ihrem Kind hilft. Die Lehrer sind oft hilflos und dankbar, wenn sie erfahren, was sie für ein Kind tun können. Hier finden Sie Hinweise zum Nachteilsausgleich.

 

Gezielte Förderprogramme

Lassen Sie sich von Fachleuten (siehe Adressen) beraten. Diese können    

nach einer Diagnose entscheiden, welche Förderung am sinnvollsten ist.


Vater oder Mutter zu sein ist wichtiger als Hilfslehrer

Denken Sie daran, dass Sie die Lehrkraft nicht ersetzen können und sollten. Wenn Sie mit Ihrem Kind lernen, achten Sie darauf, dass Ihr Verhältnis zu Ihrem Kind ungestört bleibt. Falls Sie die Arbeit mit Ihrem Kind zu sehr belastet oder Sie zu wenig Zeit haben, um die notwendige Geduld aufzubringen, suchen Sie sich Hilfe. Vielleicht kann Sie ein/e Verwandte/r, Freund/in, Nachbar/in, Schüler/in oder Lerntherapeut/in unterstützen.
Kinder lassen sich in der Regel ungern von den eigenen Eltern korrigieren. Umgekehrt, fehlt den Eltern häufig die emotionale Distanz, um bei Problemen ein gutes Lernklima langfristig aufrecht zu erhalten.

 

Zeit zum Spielen ist manchmal wichtiger als Zeit zum Üben/für Hausaufgaben

Nehmen und gönnen Sie sich und Ihrem Kind Zeit, für schöne gemeinsame Aktivitäten. Vermeiden Sie es, Ihre gesamte freie Zeit in das Üben mit Ihrem Kind zu stecken.
Beginnen Sie bei den Hausaufgaben mit einem „leichten“ Fach. Lassen Sie Ihr Kind selber eine sinnvolle Reihenfolge erstellen, in der es seine Hausaufgaben bearbeitet. Diese Reihenfolge sollte eingehalten werden. Achten Sie auf Pausen. Die Konzentration lässt je nach Alter bereits nach 15 min (oder später) nach. Nach einer kurzen Pause lernt es sich wieder besser. Sollte die Hausaufgabenzeit häufig die dem Alter Ihres Kindes entsprechende Dauer überschreiten, sprechen Sie mit den Lehrern und suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung.

 

Zeitliche Richtlinien für die Hausaufgaben

 

Jeden Tag ein bisschen üben

Tägliche Förderung, die über die Hausaufgaben hinausgeht, sollte je nach Alter 5 ‑ 30 Minuten nicht überschreiten. Der Umfang der Übungseinheit sollte vorab immer mit dem Kind besprochen und in jedem Fall eingehalten werden. Zuverlässigkeit ist für die Kinder unabdingbar und erhält die Motivation.
 

Was allgemein gut ist

Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Kind

 

Lob LOB  L O B und Motivation

Kein Kind macht mit Absicht Fehler! Bestrafung tut doppelt weh. Sie sollten Ihr Kind auch nicht bestrafen, wenn es keine Lust hat! Auch wir gehen großen Anstrengungen gerne einmal aus dem Weg. Arbeiten Sie mit Motivation und Belohnungen. Loben Sie Ihr Kind und erkennen Sie jeden kleinsten Fortschritt an. Um Ihr Kind über einen längeren Zeitraum zu motivieren, können Sie zum Beispiel Kreuzchen vergeben. Bei besonderer Anstrengung und Übungseinheiten, die über die Hausaufgaben hinausgehen, vergeben Sie ein Kreuzchen. Für eine zuvor festgelegte Anzahl Kreuzchen, erfüllen Sie Ihrem Kind einen kleinen Wunsch.

Geduld

Stellen Sie sich darauf ein, dass Legasthenie- oder Dyskalulieförderung unter Umständen mehrere Jahre dauert. Freuen Sie sich über kleine Fortschritte und Teilerfolge!