Wahl der weiterführenden Schule

Integrierte Gesamtschulen (IGS)

Unser Eindruck ist, dass der Verzicht auf Noten in den ersten Klassen der IGS sehr viel Druck von den Kindern und Familien nimmt. Die gemeinsame Beschulung gibt den Kindern Zeit, ihre Stärken zu finden. Die Differenzierung in den verschiedenen Fächern gibt den Kindern die Möglichkeit, bei Problemen z.B. in der Rechtschreibung im Fach Mathematik trotzdem Aufgaben auf erhöhtem Niveau zu bearbeiten.

 

Informationsnachmittage der Gymnasien
Für die Gymnasien in Braunschweig und Wolfenbüttel gilt, dass Sie als Eltern entscheiden dürfen, an welcher Schule Sie Ihr Kind anmelden. Seit Jahren ist es deshalb üblich, dass die Gymnasien nach den Osterferien die Kinder der vierten Klassen der Grundschulen zusammen mit den Eltern zu einem Informationsnachmittag einladen. Nutzen Sie diese Gelegenheit auch, um sich über die Förderangebote der Schulen zu informieren:

Aus den Antworten werden Sie schließen können, ob Kinder mit Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben oder Rechnen an der Schule willkommen sind.

 

Haupt- und Realschulen, Oberschulen

Viele Haupt-, Real- und Oberschulen nehmen die Probleme ihrer Schüler beim Lesen, Schreiben oder Rechnen sehr ernst und investieren in Förderunterricht. Hier zeigen wir Ihnen das Beispiel der Konrad-Adenauer-(Real-)Schule in Petersberg, Hessen, die die Förderung von Kindern mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben vorbildlich umsetzt.

 

Berufsbildende Schulen

Berufsbildende Schulen bieten nach der Regelschulzeit weitere Möglichkeiten, den angestrebten Schulabschluss zu erreichen (z.B. den erweiterten Sekundarabschluss I.) Das fachspezifische Angebot in den Berufsfachschulklassen ermöglicht eine stärkere Ausrichtung auf die Interessen der Schüler, wie zum Beispiel Metall, Holz, Elektro, Sozialwesen u.ä. Neben dem Fachtheorie- und Fachpraxisunterricht werden als allgemeinbildende Fächer in der Regel Deutsch, Mathematik, Englisch, Sport und Religion unterrichtet.

 

Berufliches Gymnasium

Die Beruflichen Gymnasien führen unabhängig von der Fachrichtung zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur nicht Fachabitur). Die Wahl der berufsbezogenen Profilfächer ermöglicht zudem eine deutliche berufliche Orientierung.

 

In Wolfenbüttel gibt es ein Berufsbildendes Gymnasium der Fachrichtung Wirtschaft.

In Salzgitter und Braunschweig gibt es Berufsbildende Gymnasien der Fachrichtungen  Technik, Gesundheit und Soziales sowie Wirtschaft.

 

Erwähnenswert ist, dass der Besuch des Beruflichen Gymnasiums nicht nur nach Erlangung des erweiterten Sekundarabschlusses I (an Haupt- und Realschulen nach Abschluss der 10.Klasse) möglich ist, sondern auch nach dem erfolgreichen Besuch der Klasse 9 des Gymnasiums (Der Schüler ist laut Konferenzbeschluss versetzt nach Klasse 10). Schüler der Gymnasien haben mit Abschluss der 9. Klasse die Belegverpflichtung für die 2.Fremdsprache bereits erfüllt, denn Französisch, Latein, ... wurden in der Regel von Klasse 6 bis 9 erteilt. Somit entfällt die Belegverpflichtung für die 2. Fremdsprache an der Berufsschule, eine Entlastung - auch im Stundenumfang -, die gerade für einen legasthenen Schüler wichtig sein kann.


Privatschulen

Privatschulen haben die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen. Das kann ein spezielles Programm für Kinder mit Hochintelligenz sein, eine Beschulung, die auf die sportliche Entwicklung und daraus resultierende Termine Rücksicht nimmt aber eben auch ein besonderes Engagement für Kinder mit Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen. Meist sind die Klassenstärken an Privatschulen deutlich kleiner als an öffentlichen Schulen. Privatschulen erheben in der Regel ein Schulgeld, das von den Eltern bezahlt werden muss. Zum Teil gibt es Fördermöglichkeiten, erkundigen Sie sich danach, wenn Sie überlegen, Ihr Kind an einer Privatschule anzumelden. Staatlich anerkannte Ersatz- oder Privatschulen führen zu den gleichen Bildungsabschlüssen wie öffentliche Schulen.